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Neuerscheinung: Endlich selbstständig! 15 Gründerinnen aus Bayern berichten

Gründen Frauen wirklich anders? Worin liegen die Besonderheiten von Teilzeit-Gründungen? Wie sieht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Realität aus? Antworten auf diese Fragen gibt die Publikation "Endlich selbstständig!", die der Verein GründerRegio M jetzt herausgegeben hat.

Persönlich und facettenreich berichten 15 Gründerinnen und Jungunternehmerinnen aus Bayern über ihre Geschäftsidee, ihre Gründung und ihre ersten Aktivitäten als Freiberuflerin oder als Unternehmerin. Sie schreiben über ihre Höhen und Tiefen, ihre Visionen und Zweifel, Widerstände und Unterstützer. Auch wenn die Wege der Gründerinnen sehr unterschiedlich sind, führen sie alle zum selben Ziel: dem Traum vom eigenen Unternehmen und dem Firmenschild an der Türe.

Die Geschäftsvorhaben der Buchautorinnen umfassen ein breites Spektrum: Sie reichen vom Redaktionsbüro über ein Fitness Studio bis zum Onlineshop oder von Buchhaltung und Controlling über Gartenreisen bis zu Kunst und Design. Abgerundet wird das Panorama der Gründungsgeschichten und Interviews durch Statements von sieben Kooperationspartnern und Trainerinnen der Existenzgründerinnen-Projekte EFFEKT! und GUIDE. Die einzelnen Artikel beinhalten viele Tipps aus der Praxis für selbstständige Frauen.

Die Publikation "Endlich selbstständig!" umfasst 80 Seiten und kann gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro (zzgl. 2 Euro für Porto und Verpackung) unter Tel. 089 - 22841584 oder weckenmann@guide-muenchen.de bestellt oder direkt bei GründerRegio M, Westendstraße 125, 80339 München erworben werden.


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Das Atelierhaus
- Netzwerk und Eigentum zugleich. 


Neun Bauherren - Fotografen, Gärtner, Schreiner, Designer, Architekten sowie ein Maler -haben sich ihren Traum von einem eigenen Atelier verwirklicht und vor sechs Jahren das Atelierhaus in Krailling gebaut. Mit Mut und einem klaren Ziel vor Augen haben die Gründer ein Netzwerk gebildet und alle Beteiligten profitieren seitdem davon.

Ihr Projekt: Gemeinsame Planung, Bau und Finanzierung eines Büro- und Atelierhauses, das den eigenen Vorstellungen entspricht. Der Vorzug: Sie zahlen keine Miete, haben steuerliche Vorteile und beschränken das Risiko durch die Beteiligung mehrerer Eigentümer.

Mit dem Atelierhaus verbinden sie aber nicht nur finanzielle Vorteile: Der Zusammenschluss der Gründer hinterlässt beim Kunden Anerkennung und Staunen. Der ästhetische Bau ist quasi eine Visitenkarte der Besitzer. Die Kunden sind vom Gemeinschaftskonzept angetan und vertrauen auf die Kompetenz der Bauherren. Das Netzwerk der Inhaber, auch wenn sie nur wenige gemeinsame Projekte haben, scheint zu funktionieren. Größere Projekte können folglich von allen gestemmt werden. Die Kunden profitieren indirekt aus dem Gemeinschaftsbesitz: Da keine Miete gezahlt werden muss, können niedrigere Preise an die Kunden weitergegeben werden.

Untereinander sind die Atelier-Besitzer keine Konkurrenten: Dafür haben sie unterschiedliche Schwerpunkte und es gehört zum Ethos. Gemeinsame Veranstaltungen wie jährlich stattfindende Sommerfeste und der „Tag der offenen Tür“ verbindet die Inhaber. Eine gemeinsame Homepage spart auch Kosten (www.atelierhaus.org).

Das Atelierhaus bedeutet aber auch Arbeit: Unterschiedliche Interessen und finanzielle Aspekte wurden rechtlich mit einer GbR geregelt. Kredite mussten die Gründer einzeln aufnehmen, da solche Vorhaben gemeinschaftlich nicht finanziert werden. Ein symbolischer Betrag von 2000 Euro - hinterlegt beim Architekten - galt als Startschuss für das Atelierhaus. 

Die Vorteile überwiegen: Die Ateliers können flexibel eingeteilt, teilweise unvermietet werden, das garantiert eine Weiterfinanzierung durch Mieteinnahmen. Sie bedeuten Unabhängigkeit und auch eine Altersvorsorge. Die Kostenvorteile werden durch gewisse Nachteile geschmälert. Sollten Gründer ihren Anteil am Atelierhaus verkaufen bzw. vermieten wollen, ist die Lage am Rande von München für neue Mieter möglicherweise nicht so attraktiv. Notfallpläne, falls das Gemeinschaftsprojekt nicht mehr funktionieren sollte, wären Untervermietung, Verkleinerung der Raumfläche, flexible Einteilung und zur äußersten Not auch Verkauf.

Das Fazit, das Jan Roeder - einer der Fotografen im Atelierhaus -  zieht, sieht so aus: „Ich kann´s nur empfehlen, es gab zwar ´nen Haufen Ärger, aber jeder profitiert von der gemeinsamen Sache!“